Mit Auftragssystemen Bahnmaterialien effizient beschichten

Wer sich mit der Bearbeitung bahnförmigen Materialien befasst weiß, dass hier die Anforderungen mitunter speziell sind. Oft hängen diese von verschiedenen Faktoren wie dem verwendeten Material und der Branche ab. Die Auftragungsmenge kann von wenigen Gramm bis zu mehreren Kilogramm reichen. Basierend auf unserem Wissen über die Vielseitigkeit der Beschichtungen konzipieren wir unsere Auftragssysteme individuell auf die Kundenbedürfnisse. Wir bieten Ihnen verschiedene Verfahren an, unter denen garantiert eines perfekt auf ihre Produktionsanforderungen zugeschnitten ist.

Benötigen Sie Unterstützung beim Beschichten Ihrer bahnförmigen Materialien? Dann kommen Sie gerne auf uns zu. Wir beraten Sie gerne zu passenden Auftragssystemen und erarbeiten mit Ihnen ein Konzept, dass Ihre Produktion sinnvoll erweitert.

Übersicht

Wie funktionieren Auftragssysteme?

Primär fungieren sie als Beschichtungssysteme zur präzisen und gleichmäßigen Applikation definierter Materialmengen auf ein Trägermaterial. Beschichtungsmaterialien umfassen typischerweise Farben, Lacke, Klebstoffe oder ähnliche Stoffe. Moderne Auftragssysteme regeln zudem verschiedene Prozessparameter wie die Auftragsgeschwindigkeit, Materialmenge und Beschichtungsdicke. Durch ihre gleichmäßige Beschichtungsfähigkeit tragen diese Systeme zur Minimierung von Fehlern bei underhöhen die Produktqualität. Darüber hinaus ermöglichen sie eine Automatisierung des Beschichtungsprozesses, wodurch Produzenten ihre Materialbearbeitung effizienter gestalten können.

Wie wähle ich das richtige Auftragssystem?

Die Auswahl des geeigneten Auftragssystems wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Einer dieser Faktoren ist die Art des Beschichtungsmaterials, wobei insbesondere die Viskosität und die chemischen Eigenschaften berücksichtigt werden. Auch die Beschaffenheit des Substrats spielt eine entscheiden Rolle bei der Auswahl des Systems. Abhängig von Form, Größe und anderen Charakteristika eignen sich bestimmte Auftragssysteme besser als andere.

Darüber hinaus hängt die Wahl des richtigen Auftragssystems von den spezifischen Anforderungen an die Beschichtung ab. Dabei ist es wichtig zu klären, welche Dicke, Präzision und Gleichmäßigkeit bei der Beschichtung erforderlich sind. Zudem sollten die produktionsbezogenen Aspekte vor Ort berücksichtigt werden. Je nach Anlage können sich unterschiedliche Produktionsvolumina oder Durchsatzleistungen ergeben.

Anwendungsbereiche von Auftragssystemen

In verschiedenen Branchen, in denen Materialien beschichtet werden, spielen Auftragssysteme eine zentrale Rolle. Bei Krögel und für unsere Kunden sind insbesondere folgende Bereiche von großer Bedeutung:

In der Folien- und Papierindustrie werden mittels Auftragssystemen Folien und Papiere mit Farben, Lacken und anderen Beschichtungen beschichtet. Ferner werden damit Verpackungen bedruckt und laminierte Folien hergestellt.

In der Textilindustrie werden hingegen Textilien mit Farben oder Lacken bearbeitet, sowie imprägniert.

Verschiedene Arten von Auftragssystemen

Sprühvorrichtungen zerstäuben den Beschichtungsstoff in feine Tröpfchen und tragen diese dann gleichmäßig auf das Trägermaterial auf. Daher eignet sie sich dieses Auftragssystem für komplexe Formen und schwer zugängliche Stellen, da eine gleichmäßige Beschichtung erreicht wird. Darüber hinaus ermöglichen sie eine schnelle Beschichtung großer Flächen und sind dabei materialsparend, da die Menge des aufgetragenen Materials präzise dosiert werden kann.
In diesem Verfahren beschichtet das Auftragssystem das Trägermaterial mit einem feinen Pulver. Das Beschichtungsmaterial wird dabei über ein Streuaggregat aufgetragen. Dieses Verfahren ist recht komplex und auf die spezifischen Anforderungen abzustimmen.

Bei diesem Verfahren werden zwei bahnförmige Basismaterialien mittels eines thermoplastischen Kunststoff oder Klebstoff verbunden. Hierzu wird das Verbindungsmaterial durch Temperatur aufgeschmolzen und in einen zähflüssigen oder plastischen Zustand gebracht und durch eine entsprechende Düsegeometrie gepresst. Durch das Extrudieren sind ein stetiger Betrieb und damit hohe Produktionsraten möglich. Gleichzeitig wird der Materialverbrauch minimiert, während die die Produktivität auf einem hohen Niveau bleibt.

In diesem Beschichtungsverfahren zieht die Maschine das Bahnmaterial über eine Umlenkwalze. Zeitgleich tragen zwei gegenläufige Walzen die Flüssigkeit auf das Bahnmaterial auf. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für glatte und ebene Substrate. Dazu lassen sich große Flächen schnell beschichten, auch die Beschichtungsdicke lässt sich sehr präzise steuern.

Eine zusätzliche Beschichtungstechnologie ist das Pflatsch-Verfahren, welches für die Beschichtung der Unterseite von horizontal verlaufenden Warenbahnen entwickelt wurde. Die sogenannte Pflatschwalze liegt mit dem unteren Teil der Walze in einer mit dem Beschichtungsmaterial gefüllten Wanne. Durch die mit oder gegenläufig zur Produktionsrichtung drehenden Pflatschwalze wird das Beschichtungsmaterial von unten an die oberhalb verlaufenden Trägerbahn „gepflatscht“. Höhenverstellbare Umlenkwalzen vor und nach der Pflatschwalze positioniert, ermöglichen eine variable Einstellung der Walzenumschlingung. Mittels einer Abhebevorrichtung kann das zu beschichtete Material auch bedarfsweise von der Pflatschwalze abgehoben werden, um eine Beschichtung zu vermeiden. Die Verbreitung von hochviskoser und auch niedrigviskoser Beschichtungsmedien sind möglich. Diese Art der Beschichtung ist eine kostengünstige Beschichtungsvariante aufgrund der einfachen Aufbauweise.

In diesem Beschichtungsverfahren trägt ein Gummituch das Trägermaterial horizontal unter einem Rakelmesser hindurch. Dies hat den Vorteil, dass die Beschichtung materialschonend aufgetragen werden kann, um Beschädigungen zu vermeiden. Eine unterhalb des Gummituchs und direkt unter dem Rakelmesser befindliche Stützwalze sorgt für einen definiert einstellbaren Spalt.

Mittels des präzise einstellbaren Spaltes kann das gewünschte Flächengewicht der Beschichtung realisiert werden.

Diese Beschichtungsvariante besteht aus einer präzisen gefertigten Rakelwalze, welche auf einen definiert einstellbaren Spalt zu einem Tischgestell, unterhalb der Walze befindlich, eingestellt werden kann.
Bei dieser Art der Beschichtung besteht die Anlage aus einem Rakelmesser, welches auf einen definierten Spalt zu einem unterhalb des Rakelmessers befindlicht Tisch positionier werden kann. Das Beschichtungsmaterial wird vor dem Rakelmesser vorgelegt mittels dem Rakel auf dem zwischen Rakelmesser und Tisch verlaufendem Trägermaterial gleichmäßig verteilt.
Das Trägermaterial überlauft horizontal zwei Umlenkwalzen zwischen denen das Luftrakel positioniert ist. Durch das vertikale Eindrücken des Luftrakels in den gespannten Materialverlauf wird das Trägermaterial unter das Rakelmesser gezogen. Das vor dem Luftrakel vorgelegte Beschichtungsmaterial wird in dieser Beschichtungsweise direkt in das meist offenporige Trägermaterial eingedrückt. Somit ist eine tiefenwirksame oder materialdurchdringende Beschichtung möglich. Mittels der Luftrakelbeschichtung lassen sich vor allem großflächige Beschichtungen schnell und effizient und einfachst beschichten.

Hier vereinen sich die Vorteile einer Luftrakel- und der Zylinderrakelbeschichtung. Die Beschichtung erfolgt in Kombination aus beiden Verfahren direkt hintereinander.

Im Gegensatz zur Luftrakelbeschichtung wird in dieser Beschichtungsvariante das Rakelmesser auf eine sich drehende Präzisionswalze auf Spalt gefahren. Das Beschichtungsmaterial wird vor dem Rakelmesser vorgelegt. In Abhängigkeit der gewünschten minimalen Auftragsmengen ist das Rakelmesser und die Walze entsprechend hochpräzise zu fertigen. Durch eine Verstellmöglichkeit des Rakelmessers kann ein sehr präziser Spalt realisiert werden über die gesamte Beschichtungsbreite. Dies erlaubt eine gleichmäßige und hochpräzise Beschichtung mit sehr geringen Auftragsmengen.

Hier vereinen sich die Vorteile einer Luftrakel- und der Zylinderrakelbeschichtung. Die Beschichtung erfolgt in Kombination aus beiden Verfahren direkt hintereinander.
In diesem Verfahren trägt die Beschichtungsanlage das Material in Form von Punkten auf das Trägermaterial auf. Durch die punktförmige Beschichtung wird Material eingespart, wodurch die Produktionskosten gespart werden können.
Bei dieser Beschichtungsvariante werden das Luftrakelsystem mit dem Pflatschsystem kombiniert. Diese kommt zum Einsatz, wenn das Material auf beiden Seiten beschichtet werden muss.

Galerie

Technische Details

Arbeitsbreiten bis zu 5.800 mm
Maschinengeschwindigkeit bis zu 100 m/min
Beschichtungsmaterial Pasten, Fluide, Pulver, Hotmelt, ...
Auftragssysteme einzeln oder kombinierbar
Verarbeitung von unterschiedlichste Materialien und Flächengewichte

Fragen Sie nach unseren Auftragssystemen

Sie haben spezielle Wünsche beim Beschichten Ihrer bahnförmigen Materialien? Wir entwickeln und realisieren Ihnen das gewünschte Konzept. Abhängig von Ihrem bearbeiteten Material oder den Anwendungsbereichen bieten wir Ihnen verschiedene Lösungen an.

Mit uns an Ihrer Seite steht Ihnen der Weg zu einem modernen Auftragssystem offen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre Produktion zu optimieren. Wir stehen bereit, um gemeinsam mit Ihnen eine optimale Anlage zu entwickeln.